Die Kunst der Wahl des noch größeren Übels

Während die Märkte das Ende der Europäischen Währungsunion einpreisen (Schaubild 1) und der Interbankenmarkt vollends kollabiert ist (Schaubild 2), weist Angela Merkel auf dem G-20 Gipfel in Mexiko jede Kritik von sich und erklärt, was die Europäer alles unternommen haben, um die Währungsunion krisenfest zu machen: Fiskalpakt, Euro-Rettungsfonds, Bankenrekapitalisierung, Wachstumspakt und bald weitere Schritte zu… Die Kunst der Wahl des noch größeren Übels weiterlesen

Wie Agrarsubventionen den Freihandel in Verruf bringen

Die deutsche Volkswirtschaft importiert derzeit knapp 50% ihres BIPs und exportiert etwas mehr als 50%. Sie ist also tief in die internationale Arbeitsteilung eingebunden. Wenn die vom Freihandel ermöglichte internationale Arbeitsteilung die Wohlfahrt der Bevölkerung eines Landes schädigen würde, hätte Deutschland folglich ein enormes Potential, seine Wohlfahrt zu steigern: Es müsste nur den internationalen Freihandel… Wie Agrarsubventionen den Freihandel in Verruf bringen weiterlesen

Neues aus der Unternehmensethik: Statt Gewinnmaximierung sagt man jetzt "Strategic Corporate Social Responsibility"

Dieser Beitrag ist auch im Blog Ökonomenstimme erschienen: Link Etwas mehr als 30 Hochschulen aus dem deutschsprachigen Raum haben sich mittlerweile durch die Unterzeichnung der „Principles of Responsible Management Education“ (PRME) verpflichtet, bestimmte unternehmenspolitische Zielvorstellungen ihren Studierenden zu „vermitteln“. Viele dieser politischen Ziele sind in der Wirtschaftswissenschaft nicht unumstritten. So heißt es im PRME-Kodex „We… Neues aus der Unternehmensethik: Statt Gewinnmaximierung sagt man jetzt "Strategic Corporate Social Responsibility" weiterlesen

Welcher Effekt überwiegt? Zur zweiten Replik von Dullien und Schieritz

Sebastian Dullien und Mark Schieritz (im Folgenden D&S) haben nun auf meine zweite Replik reagiert (hier). Aus meiner Sicht hat dies sehr geholfen, ihre Argumentation zu verdeutlichen. Es freut mich auch, dass nun Einverständnis darüber herrscht, dass man keinen Fehler begeht, wenn man Abschreibungen von Bruttoinvestitionen subtrahiert und das Ergebnis Nettoinvestitionen nennt. Ebenso begrüße ich,… Welcher Effekt überwiegt? Zur zweiten Replik von Dullien und Schieritz weiterlesen

Warum strikte Austeritätspolitik in Mitgliedsländern einer Währungsunion schwere Rezessionen verursachen kann

Dieser Beitrag ist auch im Blog Ökonomenstimme erschienen: Link In dem kürzlich auf Ökonomenstimme erschienen Artikel „Kann ein Staat sich kaputt sparen?“ kommt Daniel Gros zu der Schlussfolgerung „dass man schwer behaupten kann, die Perpheriestaaten der Eurozone sollten Defizitabbauversuche einstellen, da die Ergebnisse sich erst langfristig zeigen werden“. Diese Schlussfolgerung stützt sich auf einen einfachen… Warum strikte Austeritätspolitik in Mitgliedsländern einer Währungsunion schwere Rezessionen verursachen kann weiterlesen

Brutto- oder Nettoinvestitionen – Zu der Replik von DullienSchieritz

Die Zeitschrift „Wirtschaftsdienst“ hat in ihrem FTD-Blog „Out of Wirtschaftsdienst“ einen Artikel von mir zum Thema „Die deutsche Investitionsschwäche und die EWU – Fakt oder Fiktion?“ aus ihrer aktuellen Ausgabe veröffentlicht. Darin setze ich mich kritisch mit dem Artikel „Die deutsche Investitionsschwäche: Die Mär von den Standortproblemen“ von Sebastian Dullien und Mark Schieritz aus der… Brutto- oder Nettoinvestitionen – Zu der Replik von DullienSchieritz weiterlesen

Merkels Märchen und Draghis Drache

Merkels Märchen von der fiskalpolitischen Disziplinlosigkeit der Euro-Krisenländer Ein Blick auf die aktuelle Zinsentwicklung für 10-jährige Staatsanleihen zeigt, dass es keiner EU-Ratssitzung bislang gelungen ist, die Finanzmärkte nachhaltig zu beruhigen. Seit Anfang November sind die Zinsdifferenzen der Eurokrisenländer im Vergleich zu Deutschland nochmals kräftig gestiegen – obwohl auch die deutschen Zinsen seit Mitte November einen… Merkels Märchen und Draghis Drache weiterlesen

Sind Unternehmensinvestitionen in Billiglohnländern ein Grund „fuchsteufelswild“ zu werden?

Viele Forderungen der „occupy“-Protester zielen auf einer bessere Regulierung des Finanzsektors. Es ist sicherlich leichter, solche Forderungen aufzustellen, als neue Regeln zu finden, die tatsächlich die gewünschte Wirkung haben. Man kann mit guten Gründen bezweifeln, ob ein Steuersatz von 0,1 Prozent auf den Umsatz mit Wertpapieren tatsächlich hilft, unerwünschte Spekulationsblasen zu verhindern. Vieles spricht dafür,… Sind Unternehmensinvestitionen in Billiglohnländern ein Grund „fuchsteufelswild“ zu werden? weiterlesen